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Nachgefragt: wie sich Christoph Schmitt den Wiederaufbau im Landkreis vorstellt

Christoph Schmitt im Fluthilfeeinsatz

Am kommenden Sonntag ist Landratswahl, der General-Anzeiger stellte Fragen

Wie sieht Ihre Vision für den Wiederaufbau des Ahrtals nach der Flutkatastrophe aus?

Der Wiederaufbau des Ahrtals wird die zentrale Aufgabe der nächsten Jahre sein. Mein Ziel ist, dass die Menschen in acht Jahren feststellen, dass unsere Heimat moderner und familienfreundlicher geworden ist. Dafür muss der Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur, unserer Kitas, unserer Schulen ebenso wie unserer Sportanlagen und Bürgerhäuser möglichst schnell vorangetrieben werden. Gleichzeitig gilt es, die Situation auch als Chance für einen Neustart und einen nachhaltigen, modernen und durchdachten Wiederaufbau zu nutzen. Für mich bedeutet das insbesondere, klimaneutrale Energie- und Wärmeversorgung für Haushalte und Gewerbe zu fördern und einen flächendeckenden Glasfaserausbau bis ins Haus zu schaffen. Die Ziele gilt es, nicht nur im Ahrtal zu verfolgen, sondern kreisweit umzusetzen.

Was sind beim Wiederaufbau die wichtigsten Schritte, die Sie als Erstes umsetzen wollen?

Die komplexe Aufgabe des schnellen und nachhaltigen Wiederaufbaus muss im Schulterschluss mit den betroffenen Kommunen angegangen werden und von der Kreisverwaltung koordiniert werden. Dafür müssen zeitnah organisatorische Strukturen geschaffen werden. Nur so können wir die Gemeinden und Städte, die Gewerbetreibenden und die Bürger gezielt unterstützen. Besonders wichtig ist mir, die soziale Infrastruktur entlang der Ahr zeitnah zu stärken. Die Kinder im Kreis haben in den vergangenen Jahren sehr  unter der Pandemie leiden müssen. Die zusätzlich traumatischen Erlebnisse der Flut werden viele von ihnen lange begleiten. Die Betreuung und Unterstützung der Kinder haben für mich daher immer oberste Priorität. Für sie gilt es, in dieser schweren Phase, bestmögliche Angebote zu schaffen.

Wie bewerten Sie das Krisenmanagement der Kreisverwaltung während und unmittelbar nach der Flut?

Ich war selbst als freiwilliger Helfer vom ersten Tag an vor Ort im Einsatz und habe daher hautnah miterlebt, wie schlecht das Krisenmanagement funktioniert hat. Mit den Abläufen in der Einsatzleitung beschäftigt sich der Untersuchungsausschuss des Landtags und die Staatsanwaltschaft Koblenz. Ich gehe davon aus, dass die Vorgänge lückenlos aufgearbeitet werden. Hervorheben möchte ich, dass unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte trotz der schwierigen Rahmenbedingungen und der mangelnden Koordination aus der Kreisverwaltung eine hervorragende Arbeit geleistet haben. Wir können uns glücklich schätzen, so viele gut ausgebildete freiwillige Helferinnen und Helfer bei der Feuerwehr, dem THW, dem DRK, der DLRG und vielen weiteren Organisationen zu haben. Darauf können wir stolz sein.

Welche Lehren ziehen Sie daraus?

Mir ist es wichtig, nach vorne zu schauen und aus den schwerwiegenden Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Um auf künftige Großschadenereignisse vorbereitet zu sein, braucht der Kreis ein modernes Katastrophenschutzzentrum, mit angemessener Ausstattung für die Arbeit der technischen Einsatzleitung. Gleichzeitig sollten diese neuen Räumlichkeiten künftig für Seminare, Lehrgänge und Ausbildungen von Einsatzkräften und Verwaltung genutzt werden. Denn wesentlich für die Einsatzbereitschaft und das erforderliche Wissen der Einsatzleitung sind neben der technischen Ausstattung auch fortlaufende Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen für Verwaltungspersonal, Landrat und auch für die Bürgermeister. Nur so können wir Abläufe verbessern und unsere Bürger künftig besser schützen.

Die Fragen stellte Sven Westbrock

Den gesamten Bericht im GA vom 20.01.2022 mit den Antworten aller Bewerber und Bewerberin finden Sie hier

© 2022 Christoph Schmitt